Folgende Situation begab sich heute. Tatort: Mc Donalds mittags halb zwölf.
„Hallo! Ich habe ihre App runtergeladen. Ich würde gern das heutige Angebot nutzen. Zwei Mac-Menüs für sechse neunundneuzig, ist das richtig?“
„Ja, genau!“
„Gilt das für alle Mac-Menüs?“
„Ja, für alle.“
„Okay, fein. Ich nehme zwei Mc Tasty-Menüs und dann noch ein Mc Rib-Menü und ein…“
„Nein, sie können nur einmal den Gutschein nehmen! Also nur zwei Menüs pro Kunde! Steht auch so in der App.“
„Aha, verstehe. Sehen sie meine Familie dort drüben? die beiden Männer haben die App auch. Soll ich jetzt zwei Menüs kaufen und dann meinen Mann noch mal schicken wegen den anderen zwei Menüs?“
„Nein, das geht nicht. Sie sind ja immer noch der gleiche Kunde!“
„Ich schon, aber mein Mann ist ein anderer Kunde. Wir machen einfach zwei Bestellungen, zwei Rechnungen, das ist doch kein Problem?!“
Äh, okay, wir machen einfach zwei Rechnungen. Was möchten sie gern essen?“
„Prima, danke! Ich möchte bitte zwei Mc Tasty im Menü mit…“
„Nein! Keine Mc Tasty!“
„Aber sie sagten doch, alle Mc Menüs?!“
„Ja, alle classic Menüs. Kein Mc Tasty! Steht auch so in der App.“
„Huch, ja. Also dann… dann möchte ich eben bitte zwei Royal TS Menüs mit Pommes Rot weiß und Erdbeermilchshakes.“
„Keine Erdbeermilchshakes! Das steht auch in der App!“
„Verfluchte… keine Sau liest doch dieses Scheiß kleingeduckte…vielen Dank für ihre Geduld! Also zwei Mc Tasty ohne Milchshake bitte.“
„Kein Mc Tasty!“
„Sorry, ich meine natürlich Royal TS. Zwei Royal TS mit Pommes rot weiß und Getränk bitte auf die erste Rechnung.“
Frau Donald tippt und kassiert und verschwindet zur Besorgung der Lebensmittel nach hinten. Ich warte einstweilen. Langsam sammeln sich hinter mir andere hungrige Menschen.Frau Donald legt zwei mal Ketschup, zwei mal Majo, zwei TS, zwei Trinkbecher und das Warteschild mit der Nummer zehn auf das Tablett.
„So, und auf die zweite Rechnung möchte ich jetzt bitte einen Mc Rib im Menü und einen Big Mc im Menü. Hm, Pommes haben wir ja schon jede Menge. Ich nehme dann die Kartoffelstäbchen dazu.“
„Nein! Sie können nicht die Kartoffelstäbchen nehmen! Da steht auch so in der App!“
„Also gut, verdammte Hacke, also alles mit Pommes rot weiß bitte schön!“
Frau Donald tippt, kassiert, murmelt irgendwas von steht-doch-alles-in-der-App und marschiert nach hinten zur Besorgung der Lebensmittel. Der bärtige Angeheiratete tritt auf und fragt, was so lange dauern würde. Ich erwidere: „Ach, frage bloß nicht!“, und gebe ihm Tablett eins zum Abtransport mit der Bitte, bereits für uns Wasser an der Zapfanlage zu holen.
Frau Donald kommt und legt die bestellten Burger und vier Portionen Pommes auf das Tablett. Außerdem einmal Ketschup und einmal Majo. Und sie sagt:
„Bitte sehr!“
„Es fehlt noch einmal Ketschup und einmal Majo!“
„Nein!“
„Nein?“
„Nein!“
„Doch! Ich habe insgesamt vier Portionen Pommes mit je Ketschup und Majo gekauft…“
„…Und ich habe zwei mal Ketschup und Majo auf das erste Tablett getan!“
„Genau. Und hier liegt jetzt noch einmal Ketschup und einmal Majo. Fehlt also noch je eins!“
„Nein!“
„Doch! Na klar! Das sind insgesamt drei! Wir brauchen vier!“
Der hungrige Mob hinter mir murmelt und knurrt und ich traue mich nicht, mich umzudrehen.
„Ihr Mann hat einfach das erste Tablett weggenommen! Ich war ja noch nicht fertig!“
„Aber sie haben doch selbst gesagt, dass sie darauf je zweimal Ketschup und Majo gelegt hatten. Und hier nun liegt einmal. Daneben vier Portionen Pommes, richtig? Also fehlt noch einmal Ketschup und einmal Majo!“
„Nein!“
Der Mann kommt und sagt:
„Das Wasser ist alle! Da ist kein Wasser in der Zapfanlage!“
„Sie haben nicht gesagt, dass sie Wasser wollen! Wenn sie Wasser wollen, muss ich ihnen das hier abfüllen!“
„Ich drehe jetzt gleich durch! Schatz, wir trinken Cola, und zwar alle! Und sie, geben sie mir verdammt noch mal sofort noch einmal Ketschup und einmal Majo und hier ist ein Euro, ansonsten beiße ich gleich in die verfluchte Theke!“
*
Das Warteschild Nummer zehn hatten wir im übrigen noch immer auf dem Tablett. Als ich gestärkt war, erwägte ich kurz, damit an die Theke zu gehen und forsch zu fragen, wo meine verdammte Bestellung bliebe! Ich habe mich diesbezüglich zurückgehalten. Versteht ja nicht jeder meine Art von Humor. Noch nicht mal das Schild hab ich eingesteckt!
Nach dem Essen fiel mir ein „Mitarbeiter gesucht“-Schild auf und ich wies den Sohn darauf hin, dass bei Mäckes Leute gesucht würden auf Dings-Basis. Ob das was für ihn wäre? Sein Vater erwiderte sofort, er solle bloß nicht dort arbeiten, wo seine Mutter versehentlich als Kundin auftauchen könnte! Beide lachten. Seltsamer Humor.
🙂










































































































































Ich gesellte mich zu den maulenden Männern am Schuhregal. Der eine motzte, er bräuchte überhaupt keine Schuhe und der andere lamentierte über die unmögliche Vorauswahl, die ich getroffen hatte. Damit zeigte er auf die schicken, neonfarbenen Boots, die ich für das fußfrierende Familienmitglied rangeschafft hatte. Nein, also das ginge gar nicht! Und so brachte der Mann zu meinem Entsetzen lauter kackbraune Seniorenmodelle an und ich frotzelte schon, ich könnte auch bei der Gesundheitsschuhabteilung nach Bubi´s Größe suchen. Keiner lachte.
























… der Bubi seziert derweil seelenruhig seinen Goldbroiler… 



























Obstmandalafreier Frühstückstisch. Ja, ich würde auch lieber an einem anderen Tisch sitzen. Life is not a Ponyhof. Iss deine gezuckerten Teigwaren und halt die Klappe, Nieselpriem.
Der nächste Morgen begann wieder morgens. Früh morgens. Ich erspare euch weitere detailreiche Fotos von mir. Hier bitte, ein Foto vom Wecker. Von hinten. Während der frühkindlichen Medienförderung.













Als nächstes habe ich oben mittig etwa fünf Zentimeter eingeschnitten und unterhalb ein Loch für den Kopf ausgeschnitten. Ich habe dafür aus schierer Faulheit eine Müslischale als Maß verwendet, sie hatte den ungefähren Umfang des Kopfausschnittes vom Modell-Lätzchen, das ja zumindest am Kopf gut passte.

Danach habe ich einen Streifen Bündchenstoff unter leichtem Zug in die ausgeschnittene Öffnung genäht.
… und im Anschluss daran das „Schlupfloch“ geschlossen. Wenn ihr einen gleichmäßig breiten Streifen Bündchenstoff nehmt, wird eures auch nicht so schief wie meins. 😉
Als nächstes habe ich ein Zierband quer drüber genäht. Schief, versteht sich, ich konnte die Stecknadeln nicht finden! Eine hübsche Applikation wäre bestimmt auch ganz niedlich oder man könnte diese Aufbügelmotive endlich mal verarbeiten, die eh nur rumliegen in der Nähkiste…
Als letzten Schritt habe ich das ganze außen rundherum mit Schrägband eingefasst. Fertig!
Und so sieht das Handtuchlätzchen dann im Einsatz aus. 





















Für alle, die denken, das könnte auch was für sie sein, habe ich ein paar „best practises“ aus meiner Laienpraxis.





… und ein hässliches Bild, das sich partout nicht von seinem Rahmen trennen lassen wollte, komplett lackiert. Innen kam Tafellack drauf, da kann ich dann einen philosophischen Sinnspruch draufschreiben. Oder ich benutze das als Notizbord, zum Beispiel, um mir neue Schimpfwörter zu notieren, wenn sie mir einfallen. Senkhodenpendler, Schnitzelpriester…














































Verschenkt: Ein Buch

… eine Freundschaft.
Gespielt.


Gelacht. Über diese unwillkürliche Inszenierung. „Aaaah, zu Hilfe! Ein riesiges Eichhorn“. (Im November sind mancherorts in den sozialen Medien wieder die Dinos los. Was es damit auf sich hat, kann man zum Beispiel








