Windelschals – upcycling aus Baumwollwindeln

Ihr wisst, was das Sprichwort bedeutet, „einen Bock zum Gärtner machen“? Genau, das ist, wenn die Frau Nieselpriem eine Nähanleitung zusammenschrappelt. Ausgerechnet ich, die ich weder korrekt die Fadenspannung einstellen kann noch saubere Nähte hinbekomme. Aber so kann man es ja auch sehen: Hier sehen sie das qualitative Downsizing für Nähprojekte! Sie finden, ihre Näharbeiten sehen Scheiße aus und haben krumpelige Ränder? Kein Problem, schauen sie gern hier vorbei und ab sofort sehen sie ihre eigenen Projekte in deutlich schmeichelhafterem Licht.

Gut, ich fange mal an. Das war eigentlich gar nicht geplant. Sondern es war schlichtweg so, dass die Freundin einen Stapel Baumwollwindeln übrig hatte und ich genau zwei Packungen Textilfarbe, nämlich Magenta und Antikgrau. Die Freundin überließ mir die Windeln und ich färbte einen Stapel grau und einen weiteren magenta.

Eine graue Windel bekam ein kleines Schmuckband – und ist fortan ein Halstuch für den Babyjungen der Freundin.

Eine große Windel mit Sternen habe ich nach dem Färben zum Dreieck gelegt und an den Enden verknotet – und das ist nun ein Halstuch für die große Tochter der Freundin.

Eine kleine Windel wurde mit einem Aufnäher versehen und ist jetzt entweder eine Tischdecke fürs Spielhaus im Garten oder ein Halstuch für eine Püppi. Das wird die Tochter der Freundin entscheiden.

Aus den übrigen zwei pinken Windeln und einer grauen habe ich einen Loop für meine Freundin genäht.

Nur Original ungebügelt mit komischen Nähten, echt Nieselpriem.

Als ich das bei Instagram gepostet habe, gab es einige begeisterte Kommentare und den Wunsch nach einer Anleitung. Versteh einer die Menschen… Aber gut, die Idee, die Sabbertücher vom Baby für immer um den Hals zu tragen, das hat nicht nur was aus ökologischer Sicht, das ist auch ein Stück gelebte Erinnerung. Ich mag die Vorstellung ja auch! Also dann.

So wirds gemacht:

Ihr braucht drei Windeln und zum Beispiel dieses Einfassband hier. Ihr nehmt einfach etwas, das zu eurer Farbe der Windeln passt.

Die Windeln und das Band werden abwechselnd zusammengenäht. Das Band ist deshalb super geeignet, weil es aufgeklappt ja schon durch die Knicke eine Kante zum Nähen vorgibt. Ihr passt auf, dass bei allen Stoffteilen die linke (oder hintere Seite) nach oben zeigt. Ich vergesse das je gern ab und zu.

Wenn ihr alles zusammengenäht habt, ergibt das eine circa zwei Meter lange Stoffbahn. Jetzt machen wir ohne Bilder weiter, weil ich keine Fotos vom „work in progress“ gemacht habe, aber ihr schafft das ohne, ihr seid alle hochbegabt!

Also ihr legt jetzt die Stoffbahn übereinander, ihr klappt den Stoff ein, sodass die Stoffbahn immer noch zwei Meter lang ist, aber nur noch halb so breit. Verstanden? Gut. Am besten ist es, wenn die schöne Seite innen ist, ansonsten klappt ihr euern Stoff noch mal andersherum. Schöne Seite nach innen, die linke Seite nach außen.

Jetzt näht ihr die Längsseite zusammen. Es kann sein, dass ihr vorher mit der Schere ran müsst, weil die Windeln nicht alle die gleiche Breite haben, das haben alte Baumwollwindeln so an sich, dass sie sich verziehen. Das macht gar nichts, schneidet das ruhig großzügig auf eine Breite. Dann also längs zusammennähen.

Nun solltet ihr einen Schlauch haben! Habt ihr?! Fein, jetzt kommt das finish, ihr seid gleich fertig. Ihr stülpt den Schlauch nun um, dass die schöne Seite außen ist. Nehmt ein Ende der Naht und legt es auf die andere Seite der Naht, Anfang auf Ende. Jetzt wäre ein Bild vielleicht schön, aber gebt euch Mühe, wir wollen das Ding zusammennähen, also ist klar, was ich meine, oder? Ihr habt jetzt beide Anfänge übereinander in der Hand, die schöne (rechte) Seite ist jeweils innen. Ihr habt also beide Enden in der Hand und seht vier Lagen Stoff. Ihr nehmt jetzt die beiden inneren Stofflagen zwischen die Finger und rödelt das Ganze unter der Maschine durch, bis nur noch ein Schlitz von etwa zehn Zentimetern frei ist. Ihr habt jetzt auch einen Knödel auf der Maschine liegen, das ist normal. Nun das Ganze umdrehen und sich freuen. Denn ihr habt nun einen Loop, wo ihr nur noch den restlichen Schlitz irgendwie vernähen müsst.

Wenn ihr diesen Absatz gelesen habt und die ganze Zeit: „HÄ?! WOTT?!“, denkt, dann bemüht euch mal bei youtube, dort zeigen begabte Näherinnen mit meist perfekt manikürten Nägeln, wie es geht.

Ihr schafft das! Am Ende noch mal durchwaschen und bügeln und schon kann der Herbst kommen! Ihr habt doch auch schon die Faxen dicke mit der tropischen Hitze, stimmts?

Und weil ich übelste neugierig bin: Ich würde mich freuen, wenn Ihr mir mal zeigt, was für eine Windelkunst ihr demnächst am Hals tragen werdet. Am besten bei Instagram teilen und mich markieren, ich teile die Fotos dann auch gern weiter. Wenn ihr mögt. Alles kann, nichts muss, also genau wie in so nem Swingerklub… 🙂

Viel Spaß beim Nachmachen wünscht euch

… eure schludrige Näh-selpriem

 

 

 

Ein Foto von Gott

Ein Foto von Gott

Ich liege mit dem Fünfjährigen im dunklen Duft seiner Kinderbettwäsche und halte Händchen.

„Heute war Ausflugstag im Kindergarten, stimmts?“. „Wir waren in der Müllergalerie! Aber da gabs nur Bilder. Ich hab aber ein echtes Foto von Gott gesehen. Das war aber gemalt. Weißt du, Gott ist gar nicht unsichtbar! Der hat ein blaues T-Shirt an und einen Bart.“. „Aha, und was hast du sonst noch gesehen?“. „Adam und Eva haben einen Apfel gegessen, obwohl sie das nicht darfen, und da kam der Engel mit dem Schwert, das war nämlich kein netter Engel, und wollte die verkloppen mit dem Schwert, und da sind die abgehauen vom Paradies. Und da war ein Mann, der hat ganz viel Wein getrunken und dann ist der von seinem Löwen runtergefallen, weil der immer so viel Wein getrunken hat! Deshalb darf man nicht so viel Wein trinken. Mama, was ist Wein?!“.

 

 

Seniorensport

Also es begab sich zu der Zeit, als der Bärtige befand, einhundert Kilometer auf dem Fahrrad plus zwei Stunden Joggen zusätzlich zu zwei Stunden Krafttraining seien nicht genug für den eigenen Body, und er vertut die nun noch übrige Zeit neben der Erwerbstätigkeit mit Cross Fit. Was das ist und warum und überhaupt und Hendrik Hey, ihr könnt das googeln. Ich glaube ja, das wird der neue heiße Scheiß und die klassischen Fitnessstudios werden bald nur noch von Rentnern mit Rücken-Abo frequentiert. Wenn es mal soweit sein sollte, erinnert euch, die Nieselpriem hat schon damals, zwanzig neunzehn, gesagt, dass es so wird.

Jedenfalls sieht der Kerl jetzt so aus, als hätte er meine Oberschenkel neben seinen Hals transplantieren lassen und selbst meine Freundinnen reißen ungebührlich die Augen auf bei seinem Anblick. Sie wissen ja nicht, dass er sich ächzend auf das Heizkissen schleppt zwischen seinen Sporteinheiten und der Physiotherapie, die das nun alles auch noch nötig macht.

(c) giphy

Neuerdings beobachte ich mit Argusaugen, dass der Kerl sich flachbrüstige Gewichtheberinnen auf dem Handy anguckt, die Schreie ausstoßen wie ich beim Kinderkriegen. Dabei aber keine Kinder pressen, sondern Stangen mit Gewichten dran. Der Mann ist seltsam. Aber mir ist eigentlich egal, was der Kerl treibt und ich habe einen Filter über den Motivationssprüchen, die er gelegentlich in meine Richtung absondert, meine sportliche Aktivitäten betreffend. Ich laufe ein bis zweimal pro Woche und mache manchmal morgens vor der ersten Kucheneinheit solche Rumpfhebendinger, ihr wisst schon. Ich denke, das reicht.

Moment! Ich dachte, das reicht.

Jetzt denke ich anders, und das hat noch nicht mal was mit den Gewichtheberinnen auf dem Handy meines Kerls zu tun. Denn mir ist ein Foto in die Hände gefallen. Ein Konterfei meiner selbst im zarten Alter von sechsunddreißig. Ich habe damals geraucht wie ein Schlot, gesoffen wie ein Loch, und dennoch lächelt mich ein graziles Wesen mit makelloser Haut von dem Bild an. Mit Schultern! Und zwar Schultern… wartet… ich muss erst mal atmen… also so zarten Schülterchen, wisst ihr, die aussehen, als hätte man drei formschöne Hühnerbrüstchen adrett an das dünne Ärmchen geklebt. Ganz und gar zauberhaft sieht das aus! Ich bekam feuchte Augen.

Dann kam ich nicht umhin einzugestehen, dass ich nun zwar nicht mehr rauche, keinen Alkohol trinke und mehr (!) Sport mache als damals, das fiese Alter aber dafür sorgt, dass ich zur Belohnung für den ganzen Verzicht auch noch aussehe wie Hackfleisch! Adé Hühnerbrüstchen.

Jetzt könnte ich mich damit abfinden und eine Packung Pralinen öffnen, Kaftane bestellen zur Verhüllung der Hackfleischmasse, und ein Keilkissen mit seltsamem Muster, das ich dann immer mit mir rumschleppe. Zur optischen Vervollständigung böte sich dann noch eine güldene Brillenkette an, die ich mir übers praktisch kurze dauergewellte Haar stülpen könnte.

Ich habe beschlossen: NEIN! Ich gebe mich nicht kampflos geschlagen! Ich will die Hühnertittis zurück!

Der  Entschluss ist nun schon ein paar Wochen alt und alles begann, wie es immer so beginnt. Die moderne Frau mit Sportambitionen installiert sich eine App, und guckt dann so in etwa:

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Denn was sie sieht, ist vielleicht dies hier:

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Ist euch das mal aufgefallen? Überall recken einem wildfremde Menschen ihren Arsch ins Gesicht! Ärsche sind die neuen Möpse! Ich fühle mich ange-arscht, und nicht nur, weil ich selbst von hinten aussehe wie Holland, also flach, sondern weil mir das irgendwie alles zu schnell geht. Früher, also früher, da wurde man noch gefragt, bevor ein anderer Mensch einem seinen Pops ins Gesicht drückte. Aber was weiß ich schon, ich bin nur ein altes runzeliges Frauchen mit Problemzonen.

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Die Apps und ich, das wurde nichts.

Ich bin dann auf drei Laufeinheiten pro Woche umgestiegen und mein Fitness-Tracker-Armband-Computer (den mir selbstverständlich mein Mann geschenkt hat; ich hätte auch eine Uhr aus einer „Christ“-Tüte genommen, ihr versteht) kommt gar nicht mehr hinterher. Deshalb fühlen sich meine Beine an wie Betonpfeiler. Und ich habe dem Mann erlaubt, mich zu „schinden“. Wir werden noch sehen, wozu das gut ist.

Das mit dem Schinden sieht wie folgt aus:

Auf unserem Dachboden liegt außer zehn Kilo Lego auch ein Teppichboden, weshalb der Kerl schon vor Monaten befand, das sei ab sofort ein Fitnessdachboden und Gelumpe anschleppte, das ich bislang ignorierte, nun allerdings hautnah kennen lerne. Fünfzig Seilsprünge und drei erbärmliche Runden Krebsgang in unwürdiger Haltung zur Erwärmung. So, und nun das Ganze rückwärts, Frollein! Dann zehn Minuten Hardcore ohne Pause im Wechsel zehn Mal Hanteln stemmen, runter und zehn Liegestütze, hoch und zwanzig Kniebeugen („TIIIIEFER!“). Dann alles wieder von vorn („NOCH TIIIIEFER!“). Ich keuche, ich schnaufe, ich werde angebrüllt. „LOS! DU BIST STARK! WEITER! LOS! HOCH! UND NOCH MAL!“. So geht das nun schon seit einer Weile.

Was ich denke, wie ich aussehe:

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… wie ich tatsächlich aussehe:

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Es sind schon Effekte spürbar. Ich kann nicht mehr Treppen steigen. Meine Knie tun weh, mein Rücken ist wie ein Brett. Der Mann und ich streiten uns um das Heizkissen. Ich kann mir meine Socken nicht mehr anziehen, ich komme einfach nicht runter. Ich versuche, die Söhne gegen Geld anzubetteln, mich an- und auszuziehen. Ich brauche dringend einen Zivi, es ist soweit. Alles tut mir weh. Erbarmen kennt der angeheiratete Drillinstructor nicht und über die Theorie, dass man bei Muskelkater dem Körper die Chance auf Erholung gönnt, kann er nur lachen.

Und so kam es, dass ich mich heute unter zuhilfenahme beider Arme stöhnend mit einer schraubenartigen Bewegung aus meinem Bürostuhl erhob und mit krummem Rücken zur Kaffeeküche schlurfte, und die Kollegin treffsicher bemerkte: „Oh, gestern wieder Sport?!“.

Ihr wisst also, was von euch erwartet wird, wenn mich das nächste Mal seht: Kommentiert bitte ausufernd den Status meiner Hühnertittis (meiner Schultern) und überhaupt lügt was das Zeug hält, meine Körperzustand betreffend! Ihr müsst mich da jetzt wirklich mal unterstützen. Notfalls übt vor dem Spiegel. Das kann doch nicht so schwer sein. Ich schlurfe matt auf euch zu und ihr schreit: „Hey! Rike! Super siehst du aus! Trainierst du etwa?! Wow, und diese Schülterchen! Wie zarte Hühnerbrüste! Respekt!“. Oder so ähnlich.

Danke und Sport frei!

 

Leidenschaft

Leidenschaft

Der Blondino (5) bespielt kurz und intensiv eine Spielzeugspinne. Danach liegt das Ding zerrupft und in seine Einzelteile zerlegt zum Sterben auf dem Boden. Die Zunge ist herausgerissen, der kleine Ball zum Aufpumpen verschwunden.

Der Kommentar des Kindes: „Das ist eben Leidenschaft, Mama!“.

 

Glückliche Fügungen feat. the Osterwochenende

Jahrelang fuhren wir stets an Ostern in die Nähe von Liberec im tschechischen Isergebirgsland. Dort hatte ein holländisches Pärchen einen alten Dreiseitenhof zu einer kuschligen Pension umgebaut und bewirtete aufs Allerherzlichste die Gäste, die zum Wandern kamen.

Nur kamen relativ wenig Menschen. Wir waren jahrelang an Ostern nahezu allein und unsere Kinder tobten über die alten Gänge, im Garten war außer uns niemand und morgens in der guten Stube beim Frühstück ebenso Leere und Stille. Außer an unserem Tisch natürlich.

Dann machte ich den Fehler und schrieb darüber, so richtig mit Link und so. Und viele Leser schrieben mir auch und wollten es ganz genau wissen: Wo war das, wie heißt das, wie ist dies und wie ist das. Ich schickte jede Menge Leute dahin. Von nun an war es Ostern nie mehr leer. Aber das machte uns nichts. Gut, die Wirtin hatte nun keine Zeit mehr um uns kleine Willkommensküchlein zu backen und die Kinder schienen ihr auch oft ein Ärgernis zu sein mit ihrem Kinderlärm und weil sie über den Rasen rannten. Dennoch kamen wir weiterhin an Ostern wie eh und je, mieteten stets das gleiche Appartement und verabschiedeten uns stets mit den Worten: „Tschüss, bis nächstes Jahr!“.

In diesem Jahr nun teilte man uns mit, es wäre kein Zimmer frei für uns. Schluss, aus.

Ich war wie vor den Kopf gestoßen. Und ich nahm das persönlich. Ich fühlte mich gekränkt, ungewollt und war stinkesauer.

Der Beste ließ sich nicht beirren, setzte sich vor die große Internetmaschine und suchte für uns und die befreundete Familie, mit der wir stets die Osterfeiertage verbringen, ein anderes Quartier. Ich schmollte derweil und betrauerte meine lieb gewonnene Tradition.

Und so fuhren wir in diesem Jahr in ein Hotel. Auch ein altes, umgebautes Gemäuer, früher war es wohl ein Schloss. Pferde und Rindviecher sollte es geben und ein Restaurant auf dem Areal. Ich war dennoch skeptisch. Rückblickend muss ich nun sagen: Zum Glück haben uns die Quartiereltern der „alten“ Pension den sprichwörtlichen Stuhl vor die Tür gestellt. Zum Glück! Denn ansonsten hätten wir diese Kleinod niemals kennengelernt! Was für ein glücklicher Umstand im Nachhinein.

Inmitten einer herrlichen Landschaft und Wiesen, soweit das Auge reicht, liegt ein Anwesen mit anmutigen Pferden, die morgens geritten werden dürfen, stehen wunderschöne schottische Hochlandrinder auf der Wiese, gibt es Platz zum Rennen und Toben und Kreischen und Tollen und Erkunden und jede Menge andere Kinder zum Spielen waren auch da!

Weil uns an einem Ort der Aufenthalt verwehrt wurde, fahren wir ab sofort möglicherweise immer an Ostern zu den Pferden und Rindern und den Wiesen und all dem Schönen hier. Und bitte fragt mich nicht nach der Adresse! Aus verständlichen Gründen unterliegt die diesmal der nieselpriemschen Schweigepflicht. 🙂

Wir saßen in der Sonne…

… spielten Tischtennis oder

… tobten auf dem Trampolin.

Am Abend gab es ein Lagerfeuer und…

… unser traditioneller Ostermarsch führte uns in diesem Jahr zwar nicht auf den Jeschken (so wie sonst immer; ich war schon wieder kurz traurig), aber wir acht erkundeten wandertechnisch für uns Neuland. Und: Es war schön! Doch, wirklich. Und wieder einmal dachte ich: Zum Glück war unser Zimmer belegt in der ursprünglichen Pension.

Am Abend nach dem Wandertag gab es böhmischen Gulasch von den lieben Rindviechern hinterm Hof, dazu Knödel und herzhafte Kartoffelpuffer. Ganz klar: Wir sind in Tschechien!

Als wir wieder daheim sind, fällt mir das große Fleischpaket in die Hände, das meine Mutter uns vor der Abfahrt als „kleines Ostergeschenk“ überlassen hatte, und von dem ich fand, nichts wäre unpassender als das. Menschen, die für vier Tage verreisen, ein Fleischpaket zu schenken!

Doch: Auch dies schien irgendwie am Ende eine glückliche Fügung zu sein, denn wir freuten uns wie blöde darauf, bei herrlichstem Osterwetterchen den heimischen Grill anzufackeln. Gesagt, getan. Und danke schön, Mütterchen, das mit dem Fleischpaket war eine urst knorke Idee. So im Nachhinein betrachtet.

Während die Mannen grillen und unter Aufsicht zündeln (der Kleinste), lese ich mich bei Instagram auf den neuesten Stand (Ich finde ja, Instagram ist das neue Facebook und Twitter sowieso nur ein Hort des Bösen; also ja, Instagram fetzt mir sehr). Da schreibt eine von mir sehr geschätzte Person, wie abartig sie doch all diese Heile-Welt-Blogger fände mit ihrer Tüdelütt-wir-sind-so-fröhlich-Attitüde und bei denen alles so heiditei-glücklich-verfiltert-perfekt erscheint, und dass sie denen jetzt rigoros entfolgt sei! Richtig so, denke ich mir und like aus Prinzip (ich sagte schon, ich schätze diese Person sehr). Dann, aus einem unerklärlichen Impuls heraus, sehe ich nach und muss feststellen, sie folgt nun auch mir nicht mehr!

Schockschwerenot, bin ich ein Netzmensch mit Perfektionswahn und angeberisch-reißerisch-glücklicher Attitüde? Ich?!

Und dann denke ich: Ja, verflixt und zugenäht und halleluja! Ja, ich bin noch mal verdammt glücklich im Moment! Und scheiße, fühlt sich das gut an! Und danke, dass du mir durch das Entfolgen die Augen aufgemacht hast, geschätzte Instagramperson. Ich will das genießen, solange es so ist und festhalten für schlechte Zeiten (Ja, Mensch, ich weiß! Aber versuchen kann ich es doch trotzdem.), und ich haue jetzt mit Veilchen, keimende Knospen und Kindern im Sonnenschein um mich und vielleicht knalle ich euch sogar noch einen Sonnenuntergang vor die Füße! Halleluja!

Warte, fast den Scheißsonnenuntergang vergessen…

 

„Das ist die Drossel, die da schlägt,
Der Frühling, der mein Herz bewegt;
Ich fühle, die sich hold bezeigen,
Die Geister aus der Erde steigen.
Das Leben fliesset wie ein Traum –
Mir ist wie Blume, Blatt und Baum.“

(Theodor Storm 1817-1888, deutscher Schriftsteller)

 

Zu Gast bei Nieselpriems: Anne und ihre Sorbischen Ostereier

Es begab sich neulich, da sah ich auf Instagram bei der Anne, die unter Alu_Dresden bloggt, dieses Foto hier…

Quelle: Alu_Dresden (Instagram)

… und kommentierte enthusiastisch vor Begeisterung für diese Handwerkskunst. Krass, was manche Menschen so können, oder?

Nun weiß einjede(r), der/die/das (es ist ein Graus, man/ frau traut sich ja kaum noch, einen Satz ins Internet zu schreiben; ab sofort ist mit jedem Personalpronomen ein jeder Mensch – ha! – mitgemeint), der (es geht schon los) mich kennt, dass ich ein eher farbloser Typ bin, der sich gern mit allerlei Grautönen umgibt und Buntes eher meidet. Bei diesen Eiern jedoch, ich weiß nicht wieso, da hüpfte mein Herz, da frohlockte mein Geist! Da pulsierte die österliche Begeisterung gar bunt in mitten meinem von zartgrauen Wänden umgebenen Sein.

Anne schrieb auch sofort zurück, wir sollten uns doch verabreden zum Malen, und so kam es auch. Also Anne kam. Zu mir. Und schön war das! Aber seht selbst.

Anne packte einen großen Korb auf meinen Küchentisch und lüpfte den Inhalt. Ich war ein wenig an „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ erinnert, beim Anblick der vielen gebogenen Löffel, die sie energisch auf meinen Tisch packte. Dann kamen noch gerade Löffel herzu, die sie tatkräftig Uri-Geller-like verbog. Diese Löffel kamen in ein mit Körnern gefülltes Schraubglas. Ich staunte Bauklötze.

Des weiteren hatte sie ein ehemaliges Meerrettichglas dabei, das selbst umgebaut wurde zu einem Höllengefäß mit Docht. Das war alles ganz ausgeklügelt! Dieses Meerrettichglas hatte die ideale Höhe für das Schraubglas mit den Löffeln und der Docht im selbstgebauten Funzler die ideale Länge und Dichte, um die ideale Hitze zu entwickeln unter den Löffeln. Ein Hexenwerk.

Dann packte sie Gänsekiele aus (ihr sehr die auf dem oberen Bild im linken unteren Quadranten). Sie erzählte mir, dass sie die selbst zurechtschnitzte. Wobei da nichts geschnitzt wird, sondern rasiert, denn es kommt eine Rasierklinge zum Einsatz, mit deren Hilfe zuerst die unerwünschten Härchen entfernt und dann die Spitze zurechtgestutzt wird. Zu einem Dreieck oder einem Rhombus oder einer anderen Form, die dann, in Wachs getaucht, das entsprechende Muster bilden soll.

Ein Gänsekiel in dreieckiger Form

Auch das ist ein Werkzeug zum Zeichnen: Eine Stecknadel in zweierlei Form in einen Stift gespießt ergibt am Ende auf dem Ei ein Pünktchenmuster

Anne brachte auch allerhand Vorbilder mit, die mich in grenzenloser Ehrfurcht verstummen ließen.

Ich war mir sicher, sowas niemals zu können, aber probieren wollte ich es dennoch!

Ich lernte noch, es gäbe verschiedene Praktiken. Zum einen kann man mit dem farbigen Wachs Farbe auf das Ei bringen und das ist dann der Schmuck. Man kann aber auch mit dem Wachs Muster aufbringen, das Ei dann einfärben und im Anschluss das Wachs wieder abkratzen und ebenso weiterverarbeiten in mehreren Etappen. Die „bloße“ Stelle ergibt dann das Muster. Auf dem Bild unten mit den bunten Eiern im Karton hier ist das Ei oben rechts genauso entstanden.

Here we go. Anne zeigte mir, dass man zuerst die weißen Eier mit Essigessenz abreibt, um den Stempel zu entfernen. Und erklärte, am besten nähme man rohe Eier, die lägen besser in der Hand. Das heißt, die übermütigen Menschen in der Lausitz bemalen zum Teil stundenlang rohe Eier um sie danach (!) erst auszupusten. Ich wollte lieber kein Risiko eingehen, meine Blaskompetenzen in Koeinheit mit rabiatem Verhalten gegenüber unschuldigen rohen Eiern ließen mich zurecht befürchten, ich würde mir mein „Kunstwerk“ am Ende in Scherben betrachten können. Ich nahm ausgepustete Eier.

Anne präparierte die Wachslöffel, indem sie kleine Stücke von ordinären Wachsmalstiften mit Bienwachs von der Platte in einem geheimen Mischungsverhältnis auf einen Löffel gab und den Meerrettichglasbunsenbrenner darunter stellte. Und das verschmolz dann zu einer farbigen Wachssoße.

Das ist Anne. 🙂 Anne lächelt auch beim Eierbemalen, Anne lächelt eigentlich immer. Das unterscheidet uns. Ich mag Anne troztdem.

Hier könnt ihr sehen, wie man beim Eierbemalen das Ei hält. Es ist nicht so leicht, wie es aussieht. Nichts an dem Tag war so leicht, wie es aussah. Ich hielt erst mal eine Weile ein Ei in der Hand und drehte es. Auch das ist eine Technik, die man dann brauchen würde.

Dann lernte ich die richtige Technik, die richtigen Abstand zum Wachslöffel, die richtige Schnelligkeit und so weiter. Den Haltearm aufgestützt mit dem Ei in der richtigen Haltung in einem kurzen Abstand zum Löffel mit dem flüssigen Wachs und dann den Gänsekiel eintauchen und schnell auf das Ei bringen, drehen, tauchen, auftippen, drehen, eintauchen ins Wachsen, tippen aufs Ei und drehen. Am Anfang war das Wachs bereits erkaltet, bis ich am Ei war. Fails kann man aber einfach mit dem Fingernagel abkratzen, kein Ding!

Und irgendwann kam ich in den Flow. Das Wachs, das Ei, der Gänsekiel und ich wir waren eine Einheit. Und es machte nicht nur Spaß, es war wie Meditation! Nicht, dass ich mich damit auskennen würde, auch nicht mit Yoga, aber ich fühlte nur das, was im Augenblick war und meine Konzentration war ganz und gar auf diesen schlichten Vorgang des Wachsdippens und auftippens gerichtet. So müssen das manche Menschen mit Yoga empfinden.

Ich empfand es als großartig!

Der Blondino durfte sich mit Annes Hilfe auch produzieren…

… und entschied sich dann für Guachefarben und Pinsel.

Am Ende des Nachmittages hatte Anne ein Ei bemalt und der Blonde und ich wir haben uns daran versucht. Vielleicht könnt ihr erraten, welches Ei von Anne ist? Ist schwer, ich weiß.

Anne ist auch lesenswert. Hier gehts zu ihrem Blog: Mama, weißt du?

Hier noch ein interessanter Link für alle, die sich mit den verschiedenen Techniken auseinandersetzen wollen und selbst mal Hand an den Gänsekiel legen möchten: Spreewaldinfo

Und ein Wikipedialink zur Sorbischen Tradition des Eierverzierens darf auch nicht fehlen.

 

Schöne Ostern uns allen!

#wib spezial – aus Berlin

Ich weiß schon, wir haben bereits Mittwoch (oder Donnerstag?) und ich hänge mit meinem „Wochenende in Bildern“ komplett hinterher und zwischen den Wochen, aber es ist im Moment total verrückt! Ich komme zu allem zu spät oder zwei Tage zu früh. Das Leben ist voll und voller Dings und Bums und Anforderungen links und Geschenken rechts und ich habe um alles einfangen zu können zu wenig Arme und zu wenig Speicher in der Rübe.

Tja. Deshalb ist es hier so still gewesen. Um zu bloggen brauche ich nicht nur ein ausgeprägtes Zeige- und Mitteilungsbedürfnis (das sich manchmal einfach nicht einstellt, nö), sondern auch ein bisschen Luft im Kopf, damit die Gedanken Purzelbäume schlagen können und sich eine Geschichte formiert, die ich erzählen will.

Das war einfach nicht da. Aber hey!, es geht mir gut und es kommen wieder Zeiten mit mehr Luft für Purzelbäume und Geschichten, da bin ich sicher. Wartet ihr einstweilen? Fein.

Heute berichte ich euch aber erst mal von den aktuellen Vorbereitungen der Blogfamilia 2019

Die Vereinsmitglieder haben sich am vergangenen Wochenende in Berlin zur Klausurtagung getroffen und deshalb lohnt es sich, ein „#wib spezial“ zu machen. Blogfamilia wird in diesem Jahr fünf und ich bin von Anfang an dabei. Zwei Jahre als Gast und Fan, und nun schon das dritte Jahr als Fan und Macher. Oder Macherin. Auf jeden Fall Akteuse. Oder Akteur (ich könnte immer so weiter machen, weshalb ich mir schnell mal mit einem Hammer ins Knie haue um mich selbst schnell wieder auf Kurs zu bringen). Wer mag, kann ja hier in dieser meiner Linksammlung mal nachlesen, was ich in den letzten Jahren so berichtet habe.

Das Format hat sich in den letzten fünf Jahren sehr verändert. Anfänglich von Anne und Susanne als familiäre Veranstaltung für fünfzig Blogger initiiert, sind mittlerweile acht Menschen mit der Organisation und Gestaltung der Blogfamilia-Messe für Blogger, und mittlerweile auch der Blogfamiliär-Veranstaltungen (in der Vergangenheit in Köln und Stuttgart, demnächst in Hamburg) für Eltern, Erzieher und pädagogisch interessierte Menschen beschäftigt. Und zwar immer, rund um die Uhr, das ganze Jahr! Mit unterschiedlichem Arbeitsaufwand zwar, aber doch, wir haben immer irgendwas zu tun.

Wer alles zum Verein gehört, könnt ihr hier sehen. Dazugekommen ist in diesem Jahr Laura von Heute ist Musik, und das ist Musik im Teamgetriebe! Sie ist ein echter Schatz und eine Bereicherung für alle.

Jetzt aber endlich Bilder her! Der Samstag begann wie immer: grau und früh. Anders war nur, dass ich diesmal nicht die Backzutaten aus den Schränken holte, sondern die Reisetasche vom Dachboden. Mutti haut ab! Jawohl. Und zwar nach Berlin.

Immer noch sehr früh warte ich auf den Flixi, der wie immer zehn Minuten zu spät kommt, während ich wie immer fünfzehn Minuten vor eigentlicher Ankunftszeit da bin, weshalb die Liebesbeziehung zum Flixbus ein wenig, nun ja, überschattet wird.

Guten Tag, mein Name ist Henrike und ich benutze Alufolie. Aua! Nicht so dolle hauen! Und nicht immer auf den Kopp!

Berlin, Berlin. Gegen halb elf fahren wir ein. Erwähnenswert finde ich, dass der Flixi von Dresden nach Berlin genauso lange fährt wie von der Stadtgrenze Berlin bis zum Alex. Eeeeendloooos. Wann sind wir endlich da, Herr Busfahrer?! Ist Berlin so lang (oder breit) wie die Strecke Dresden-Berlin? Oder so verworren im Straßennetz? Ich begreife das nicht. Also eher sogar nie.

Geschafft. Ich bin in Berlin Freidrichshain gelandet. Wir tagen heute bei Anne und Konstantin von den Großen Köpfen. Konsti selbst ist nicht dabei, er hat trotz Wochenende eine dienstliche Veranstaltung. Wir machen das alles nebenbei. Neben Job, Studium, Hausbau, und während wir – Tadaaa! –  insgesamt einundzwanzig Kinder großziehen. Deshalb ist es auch legitim, dass nicht immer alle anwesend sind.

Heute vermisse ich neben Konsti auch den Doc und Jürgen und Rike sehr. Als ich eintreffe, sind von links nach rechts Laura, Christian (Familienbetrieb), Lisa (Stadtlandmama) und Anne schon da.

Etwas später reisen die Kölner an. Lempi und Janni (Ich bin dein Vater) sind zwar ohne den Doc da, aber sie sind angereist aus Köln. Hurra!

Eine sportliche Agenda wartet, echt viele Arbeitspakete sind zu schnüren und zu verteilen. Ich schreibe zusammen mit Laura Protokoll und wir beschreiben am Ende fünf DinA4-Seiten, und das zusätzlich zu den ganzen Tasks und Slides und Dings in dem Projektmanagementtool, das wir zur Planung benutzen.

Alles läuft erstaunlich rund, und das ist irgendwie das, was ich in der Zusammenarbeit mit den Leuten der Blogfamilia echt nur als „magic“ bezeichnen kann. Alle wollen, alle machen, es gibt kein Gezeter oder Zuständigkeitsgerangel, alles und jeder greift irgendwie die Hand der anderen und Dinge, die getan werden müssen, auf.

Konstantin hat für uns vorgekocht, bevor er selber auf eine Veranstaltung musste. Es gibt Pasta Bolognese.

Und, Leute, schmeckts? Joar, würde ich sagen. 🙂

Janni ist platt. Aber für ein Mittagschläfchen ist keine Zeit. Los, hoch, Du Kölner Jeck!

Am Ende des Tages werde ich sagen, dass mir schwummrig sei in der Rübe und dass ich wohl ab jetzt pro Woche einen Tag Urlaub nehmen müssste, um meinen Teil abzuarbeiten, und ein wenig Angst wird mich auch beschleichen, aber guck mal hier. Wir arbeiten nicht nur, wir lachen, bis die Tränen laufen! Anne, Lempi und ich. Das Foto hat die Stadtlandmama Lisa gemacht.

Spät am Abend hauen sich die Kollegen die Nacht umme Ohren und schicken Partypics.

Ich kann kontern. Party ist für mich an diesem erschöpften Abend: Dusche, Netflix, zwei Kopfkissen und zwei Decken! Schön wars.

Am nächsten Morgen bin ich die erste beim Hotelfrühstück…

… und nach einer herzlichen Verabschiedung die erste auf dem Heimweg. Das Partyvolk bruncht noch irgendwo und fliegt am frühen Nachmittag in alle Richtungen, unsere langweilige sächsische Muddi hier aber will wieder heim.

Schüss, Berlin! Im Mai sehen wir uns wieder! Das wird großartig. Für uns alle vom Orgateam, für unsere Gäste, und dann gibts da noch was. Mein Großkind, der Bubi will in diesem Jahr mitmachen als Helfer bei der Orga. Und während mir das so durch den Kopf geht, bekomme ich ein wenig Schnupfen, wisst ihr. Stellt euch doch mal vor, irgendwann rückt die nächste Generation nach und dann stehen nicht nur wir Alten hier und machen Bloggerevents, unsere in den Blogs zum Teil vom Babyalter vielbeschriebenen Kids verteilen Aufkleber, Programmhefte und weisen den Weg zu Veranstaltungen. Virtuell wird real, Klappe, die zweite. Mensch, das ist ein Ding.

Schnief… hat irgendwer ein Tempo für mich?!

Alexanderplatz im Sonnenschein. Ich habe ein Großraumabteil im pünktlichen (!) Flixbus und esse meine Stulle von gestern morgen (aus der Alufolie) und Streuselkuchen, den Christian gebacken hat. Großes Herzeleid beschleicht mich, liegt aber vermutlich an den vierhundert Gramm Butter in Christians Streuselkuchen. Manch einen hat einen Koffer in Berlin, ich ein Stück von meinem ihr-wisst-schon, Herz.

Zu Hause erwartet mich eine Einladung zu einer Lesung von Andrea Harmonika ( ❤ ) und Tulpen, über die ich mich über Gebühr freue und dem Mann dafür überschwänglich danke. Bis dieser mir erklärt, die Tulpen hätte ich mir selbst gekauft, beim Lidl, weißte nicht mehr, am Freitag. Ach so, ja. Alter ist doch manchmal was Schönes. Man freut sich mehrmals über das Gleiche!

Dann finde ich diese zauberhaften Filzlatschen, an deren Besitz ich mich gar nicht mehr erinnern kann und frage vorsichtig, wann ich denn diese gekauft hätte? Nein, die seien ein Geschenk von ihm, dem Mann, berichtet dieser.

Aber ich glaube ihm nicht, der will nur, dass ich ihn wieder überschwänglich umhalse und knutsche. bestimmt habe ich die selber gekauft! 🙂

So, ihr Lieben (das schreiben ja immer die Superduperzehntausendfollowerblogger und Instastars), das wars für dieses Wochenende. Ich mach mich jetzt ans Abackern meiner Aufgabenliste und freue mich, die Eine oder den anderen im Mai persönlich zu sehen, zu sprechen, zu knutschen (alles freiwillig, alles kann, nichts muss), und wünsche euch eine gute Woche und bis zum Wiederlesen zitiere ich meinen Lieblingsphilosphen, den fünfjährigen Blondino. Der sagte nämlich gestern:

„Zickezacke Schweinebacke und tschö mit ö, ihr verknallten Stinkesocken!“

(Zu seinen Legobausteinen, wohlgemerkt)

 

 

Alle Informationen rund um die Blogfamilia findet ihr hier: https://blogfamilia.de/

Aktuell läuft die Nominierung für den Blogfamilia Award und dazu möchte ich euch herzlich aufrufen! Was das ist und wie ihr mitmachen könnt, steht hier: https://blogfamilia.de/blogfamilia-award-2019-nennt-uns-jetzt-eure-nominierungen