Ein Lätzchen für große Kleckerfritzen

Ich weiß nicht genau, ob der Blondino für seine drei Jahre sehr groß ist oder sehr ungeschickt beim Essen, jedenfalls gehen ihm die handelsüblichen Lätzchen (Und er braucht dringend eines zum Essen, oh ja!) bis knapp unterhalb der Brust und sind damit deutlich zu kurz für unseren Bedarf. Gefühlt landet die Hälfte des Essens im Schoß.

Ich habe aus einem ausrangierten Badehandtuch Kleckerlatze genäht und da die nicht nur superschnell zusammengefummelt waren, sondern auch den Praxistest mit Bravour bestanden haben, möchte ich diese Idee gern mit euch teilen.

Ich habe ein Badetuch mittig gefaltet und ein handelsübliches Schlupflätzchen als Schnittmustervorlage verwendet. Als erstes habe ich um das Lätzchen herumgeschnitten und habe die gesamte Länge des halbierten Badetuches ausgenutzt.

Aus meinem Handtuch entstanden so vier Lätzchen-Rohlinge.img_4625 Als nächstes habe ich oben mittig etwa fünf Zentimeter eingeschnitten und unterhalb ein Loch für den Kopf ausgeschnitten. Ich habe dafür aus schierer Faulheit eine Müslischale als Maß verwendet, sie hatte den ungefähren Umfang des Kopfausschnittes vom Modell-Lätzchen, das ja zumindest am Kopf gut passte.img_4636

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img_4626Danach habe ich einen Streifen Bündchenstoff unter leichtem Zug in die ausgeschnittene Öffnung genäht. img_4638 … und im Anschluss daran das „Schlupfloch“ geschlossen. Wenn ihr einen gleichmäßig breiten Streifen Bündchenstoff nehmt, wird eures auch nicht so schief wie meins. 😉img_4639-1 Als nächstes habe ich ein Zierband quer drüber genäht. Schief, versteht sich, ich konnte die Stecknadeln nicht finden! Eine hübsche Applikation wäre bestimmt auch ganz niedlich oder man könnte diese Aufbügelmotive endlich mal verarbeiten, die eh nur rumliegen in der Nähkiste…img_4640 Als letzten Schritt habe ich das ganze außen rundherum mit Schrägband eingefasst. Fertig!img_4641

img_4642Und so sieht das Handtuchlätzchen dann im Einsatz aus. img_4646

Es ist auch groß genug, dass es dem Bärtigen passen würde. Leider war der nicht bereit, sich damit ablichten zu lassen. Spielverderber!

 

 

Es werde Licht!

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-1 Lampe vom Trödel (Den alten Schirm mit dem hässlichen Bezug hab ich weggeschmissen! Jemand Fleißiges hätte aber das Ding mit angesagten „Grannysquares“ umhäkeln können, wäre bestimmt auch sehr hübsch!)

-1 Schluck Mattlack in der Farbe deiner Wahl, 1 Pinsel (Zwei Anstriche ohne Abschmirgeln. Dazu bin ich zu faul! Du kannst Haftgrund vorher auftragen, falls du unsicher bist, ob das wieder abblättert.)

-1 Lampenschirm nach Wahl

-Dauer: 1 kurze Mittagspause; 35 Minuten Zeit

Das Mittagspausenprojekt

Das hier wird kein DIY-Blog, noch nicht mal ein respektabler DIY-Beitrag!

Ich bin ungeduldig, schluderig und faul, weshalb ich per se nicht zum Handarbeiter tauge. Nichts desto trotz liebe ich schöne Sachen und ja, selbergemacht ist oft auch schöner. Und sei es nur für´s eigene Auge!

Also wenn ich hier von Zeit zu Zeit eine „Inspiration“ mit euch teile, dann sind das „quick ´n dirty“-Projekte, die ihr mal schnell husch-husch in der Mittagspause nachmachen könntet. Falls ihr wollt. Ihr könnt auch was ganz anderes machen…lesen, schlafen, essen, der Lieblingskollegin die Augenbrauen färben. Wie ihr wollt 😀 Genießt eure Mittagspause!

Das Trödel – Baby

Es ist Samstag Vormittag und das Baby strampelt aufgeregt mit den kurzen Beinchen. Ich weiß, was das bedeutet: Es will…auf den Flohmarkt!

Floh

Der Beste guckt etwas besorgt, als ich die „Mutti-Handtasche“ aus dem Schrank hole, aber ich beruhige ihn: „Keine Angst, Schatz, ich will nichts kaufen. Vielleicht fahre ich dann noch kurz auf dem Wochenmarkt vorbei und kaufe zwei Pastinaken und drei Petersilienwurzeln!“. Bei der Erwähnung von Gemüse schaltet er sofort das innere Meerrauschen ein.

Das Baby und ich, wir ziehen los.

Aber es ist immer dasselbe. Schon beim zweiten Händler fängt der Kleine an zu betteln. Ich versuche streng zu sein: „Nein, wir kaufen nichts! Wir gucken bloß!“. Irgendwann gibts kein Halten mehr. Das Baby hat einen wurmstichigen Stuhl entdeckt. „Babylein, nein! Wirklich! Was willst du denn mit diesem räudigen Ding?!“. Es guckt mich knopfäugig an und spricht (stumm. Babies können das, und Mütter verstehen diese stummen Monologe.): „Na, ich dachte, du streichst mir den. Ich sehe da ein helles blau-grau vor mir. Und als Bezugsstoff vielleicht einen von den schönen Siebzigerjahrestoffen. Rot?! Mit Kirschen eventuell?!“. Dann feilscht er noch gerissen mit seinen Knopfaugen und bekommt einen unschlagbaren Preisnachlass von zwei Euro. „Dein Vater wird AUSFLIPPEN! Immer schleppst du irgendwelchen Trödel an! NEIIIIN habe ich gesagt!“.

Aber er ist stärker als ich. Immer.

Stuhl

Schatz, wenn du das jetzt liest: Ich habe den Stuhl vor dir in der Garage versteckt. Du verstehst das sicher!