Mauerreste

Im vergangenen Sommer hat der Beste unter enormem körperlichen Einsatz und mit Zuhilfenahme des seinerseits besten Freundes und allerlei isotonischer Getränkeunterstützung das Hochbeet von Oma und Opa abgetragen. Wir waren uns sicher, es gibt nichts Hässlicheres als so ein olles Hochbeet!

Die blöden Steine, die wir nun nicht mehr benötigten, hatten wir faulerweise als Mahnmal an die innerdeutsche Mauer entlang unseres Zaunes aufgeschichtet. Vorbeilaufende Passanten befanden wohl, die „Mauer müsse weg!“, und taten das ihrige dazu bei (ebenfalls unter beachtenswertem körperlichen Einsatz, galt es doch, erst den Zaun zu bezwingen).

Mit dem Rest der Wackersteine haben der Mann mit Bart und ich gestern im schwindenden Tageslicht ein gemeinsames Projekt begonnen (Nein, das ist kein Hochbeet! Hochbeete sind doch hässlich. Das ist eine Kräuterspirale, das sieht man doch!).

Gut, die Erde war dann alle. So sieht es jetzt also aus.

Dinge, die andere Leute über unser gartenarchitektonisches Projekt sagen werden, sind möglicherweise:

„Das ist aber keine Spirale!“

„Wer von euch hatte diese interessante Idee?“

„Ich kann den expressionistischen Gedanken sehen…“

„Ist das mit der Form so gewollt?“

„Hat man jetzt wieder Hochbeete?“

„Ist das schon fertig?“

IMG_2919

15 Kommentare zu “Mauerreste

  1. Man muss sich das nur begrünt vorstellen, schlimmstenfalls mit Brennesseln. Und die Augen feste zukneifen. Und etwas schielen. In der Dämmerung.

    Sieht gut aus!

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