#wib spezial – aus Berlin

Ich weiß schon, wir haben bereits Mittwoch (oder Donnerstag?) und ich hänge mit meinem „Wochenende in Bildern“ komplett hinterher und zwischen den Wochen, aber es ist im Moment total verrückt! Ich komme zu allem zu spät oder zwei Tage zu früh. Das Leben ist voll und voller Dings und Bums und Anforderungen links und Geschenken rechts und ich habe um alles einfangen zu können zu wenig Arme und zu wenig Speicher in der Rübe.

Tja. Deshalb ist es hier so still gewesen. Um zu bloggen brauche ich nicht nur ein ausgeprägtes Zeige- und Mitteilungsbedürfnis (das sich manchmal einfach nicht einstellt, nö), sondern auch ein bisschen Luft im Kopf, damit die Gedanken Purzelbäume schlagen können und sich eine Geschichte formiert, die ich erzählen will.

Das war einfach nicht da. Aber hey!, es geht mir gut und es kommen wieder Zeiten mit mehr Luft für Purzelbäume und Geschichten, da bin ich sicher. Wartet ihr einstweilen? Fein.

Heute berichte ich euch aber erst mal von den aktuellen Vorbereitungen der Blogfamilia 2019

Die Vereinsmitglieder haben sich am vergangenen Wochenende in Berlin zur Klausurtagung getroffen und deshalb lohnt es sich, ein „#wib spezial“ zu machen. Blogfamilia wird in diesem Jahr fünf und ich bin von Anfang an dabei. Zwei Jahre als Gast und Fan, und nun schon das dritte Jahr als Fan und Macher. Oder Macherin. Auf jeden Fall Akteuse. Oder Akteur (ich könnte immer so weiter machen, weshalb ich mir schnell mal mit einem Hammer ins Knie haue um mich selbst schnell wieder auf Kurs zu bringen). Wer mag, kann ja hier in dieser meiner Linksammlung mal nachlesen, was ich in den letzten Jahren so berichtet habe.

Das Format hat sich in den letzten fünf Jahren sehr verändert. Anfänglich von Anne und Susanne als familiäre Veranstaltung für fünfzig Blogger initiiert, sind mittlerweile acht Menschen mit der Organisation und Gestaltung der Blogfamilia-Messe für Blogger, und mittlerweile auch der Blogfamiliär-Veranstaltungen (in der Vergangenheit in Köln und Stuttgart, demnächst in Hamburg) für Eltern, Erzieher und pädagogisch interessierte Menschen beschäftigt. Und zwar immer, rund um die Uhr, das ganze Jahr! Mit unterschiedlichem Arbeitsaufwand zwar, aber doch, wir haben immer irgendwas zu tun.

Wer alles zum Verein gehört, könnt ihr hier sehen. Dazugekommen ist in diesem Jahr Laura von Heute ist Musik, und das ist Musik im Teamgetriebe! Sie ist ein echter Schatz und eine Bereicherung für alle.

Jetzt aber endlich Bilder her! Der Samstag begann wie immer: grau und früh. Anders war nur, dass ich diesmal nicht die Backzutaten aus den Schränken holte, sondern die Reisetasche vom Dachboden. Mutti haut ab! Jawohl. Und zwar nach Berlin.

Immer noch sehr früh warte ich auf den Flixi, der wie immer zehn Minuten zu spät kommt, während ich wie immer fünfzehn Minuten vor eigentlicher Ankunftszeit da bin, weshalb die Liebesbeziehung zum Flixbus ein wenig, nun ja, überschattet wird.

Guten Tag, mein Name ist Henrike und ich benutze Alufolie. Aua! Nicht so dolle hauen! Und nicht immer auf den Kopp!

Berlin, Berlin. Gegen halb elf fahren wir ein. Erwähnenswert finde ich, dass der Flixi von Dresden nach Berlin genauso lange fährt wie von der Stadtgrenze Berlin bis zum Alex. Eeeeendloooos. Wann sind wir endlich da, Herr Busfahrer?! Ist Berlin so lang (oder breit) wie die Strecke Dresden-Berlin? Oder so verworren im Straßennetz? Ich begreife das nicht. Also eher sogar nie.

Geschafft. Ich bin in Berlin Freidrichshain gelandet. Wir tagen heute bei Anne und Konstantin von den Großen Köpfen. Konsti selbst ist nicht dabei, er hat trotz Wochenende eine dienstliche Veranstaltung. Wir machen das alles nebenbei. Neben Job, Studium, Hausbau, und während wir – Tadaaa! –  insgesamt einundzwanzig Kinder großziehen. Deshalb ist es auch legitim, dass nicht immer alle anwesend sind.

Heute vermisse ich neben Konsti auch den Doc und Jürgen und Rike sehr. Als ich eintreffe, sind von links nach rechts Laura, Christian (Familienbetrieb), Lisa (Stadtlandmama) und Anne schon da.

Etwas später reisen die Kölner an. Lempi und Janni (Ich bin dein Vater) sind zwar ohne den Doc da, aber sie sind angereist aus Köln. Hurra!

Eine sportliche Agenda wartet, echt viele Arbeitspakete sind zu schnüren und zu verteilen. Ich schreibe zusammen mit Laura Protokoll und wir beschreiben am Ende fünf DinA4-Seiten, und das zusätzlich zu den ganzen Tasks und Slides und Dings in dem Projektmanagementtool, das wir zur Planung benutzen.

Alles läuft erstaunlich rund, und das ist irgendwie das, was ich in der Zusammenarbeit mit den Leuten der Blogfamilia echt nur als „magic“ bezeichnen kann. Alle wollen, alle machen, es gibt kein Gezeter oder Zuständigkeitsgerangel, alles und jeder greift irgendwie die Hand der anderen und Dinge, die getan werden müssen, auf.

Konstantin hat für uns vorgekocht, bevor er selber auf eine Veranstaltung musste. Es gibt Pasta Bolognese.

Und, Leute, schmeckts? Joar, würde ich sagen. 🙂

Janni ist platt. Aber für ein Mittagschläfchen ist keine Zeit. Los, hoch, Du Kölner Jeck!

Am Ende des Tages werde ich sagen, dass mir schwummrig sei in der Rübe und dass ich wohl ab jetzt pro Woche einen Tag Urlaub nehmen müssste, um meinen Teil abzuarbeiten, und ein wenig Angst wird mich auch beschleichen, aber guck mal hier. Wir arbeiten nicht nur, wir lachen, bis die Tränen laufen! Anne, Lempi und ich. Das Foto hat die Stadtlandmama Lisa gemacht.

Spät am Abend hauen sich die Kollegen die Nacht umme Ohren und schicken Partypics.

Ich kann kontern. Party ist für mich an diesem erschöpften Abend: Dusche, Netflix, zwei Kopfkissen und zwei Decken! Schön wars.

Am nächsten Morgen bin ich die erste beim Hotelfrühstück…

… und nach einer herzlichen Verabschiedung die erste auf dem Heimweg. Das Partyvolk bruncht noch irgendwo und fliegt am frühen Nachmittag in alle Richtungen, unsere langweilige sächsische Muddi hier aber will wieder heim.

Schüss, Berlin! Im Mai sehen wir uns wieder! Das wird großartig. Für uns alle vom Orgateam, für unsere Gäste, und dann gibts da noch was. Mein Großkind, der Bubi will in diesem Jahr mitmachen als Helfer bei der Orga. Und während mir das so durch den Kopf geht, bekomme ich ein wenig Schnupfen, wisst ihr. Stellt euch doch mal vor, irgendwann rückt die nächste Generation nach und dann stehen nicht nur wir Alten hier und machen Bloggerevents, unsere in den Blogs zum Teil vom Babyalter vielbeschriebenen Kids verteilen Aufkleber, Programmhefte und weisen den Weg zu Veranstaltungen. Virtuell wird real, Klappe, die zweite. Mensch, das ist ein Ding.

Schnief… hat irgendwer ein Tempo für mich?!

Alexanderplatz im Sonnenschein. Ich habe ein Großraumabteil im pünktlichen (!) Flixbus und esse meine Stulle von gestern morgen (aus der Alufolie) und Streuselkuchen, den Christian gebacken hat. Großes Herzeleid beschleicht mich, liegt aber vermutlich an den vierhundert Gramm Butter in Christians Streuselkuchen. Manch einen hat einen Koffer in Berlin, ich ein Stück von meinem ihr-wisst-schon, Herz.

Zu Hause erwartet mich eine Einladung zu einer Lesung von Andrea Harmonika ( ❤ ) und Tulpen, über die ich mich über Gebühr freue und dem Mann dafür überschwänglich danke. Bis dieser mir erklärt, die Tulpen hätte ich mir selbst gekauft, beim Lidl, weißte nicht mehr, am Freitag. Ach so, ja. Alter ist doch manchmal was Schönes. Man freut sich mehrmals über das Gleiche!

Dann finde ich diese zauberhaften Filzlatschen, an deren Besitz ich mich gar nicht mehr erinnern kann und frage vorsichtig, wann ich denn diese gekauft hätte? Nein, die seien ein Geschenk von ihm, dem Mann, berichtet dieser.

Aber ich glaube ihm nicht, der will nur, dass ich ihn wieder überschwänglich umhalse und knutsche. bestimmt habe ich die selber gekauft! 🙂

So, ihr Lieben (das schreiben ja immer die Superduperzehntausendfollowerblogger und Instastars), das wars für dieses Wochenende. Ich mach mich jetzt ans Abackern meiner Aufgabenliste und freue mich, die Eine oder den anderen im Mai persönlich zu sehen, zu sprechen, zu knutschen (alles freiwillig, alles kann, nichts muss), und wünsche euch eine gute Woche und bis zum Wiederlesen zitiere ich meinen Lieblingsphilosphen, den fünfjährigen Blondino. Der sagte nämlich gestern:

„Zickezacke Schweinebacke und tschö mit ö, ihr verknallten Stinkesocken!“

(Zu seinen Legobausteinen, wohlgemerkt)

 

 

Alle Informationen rund um die Blogfamilia findet ihr hier: https://blogfamilia.de/

Aktuell läuft die Nominierung für den Blogfamilia Award und dazu möchte ich euch herzlich aufrufen! Was das ist und wie ihr mitmachen könnt, steht hier: https://blogfamilia.de/blogfamilia-award-2019-nennt-uns-jetzt-eure-nominierungen

 

3 Kommentare zu “#wib spezial – aus Berlin

  1. Bislang haben mich diese Bloggerveranstaltungen ja noch nicht so richtig locken können, aber wenn man bei dir so liest, scheint’s doch irgendwie nett zu sein .. oder ob das – wie immer – nur an deinem herzerfrischenden Schreibtstil liegt. Viel Kraft beim Aufgaben-abarbeiten wünsche ich …

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