Eine Küche muss her!

Der Blondino will immer mitkochen, was ich generell begrüßen würde, wäre er zehn Jahre älter! Bis dahin bin ich damit beschäftigt, seine knubbeligen, spuckefeuchten, niedlichen, kurzen, weichen, zum Dauerknutschen anregenden Fingerchen von der Herdplatte und den Knöpfen und dem Backofen fernzuhalten. Da kommt man kaum zum eigentlichen Kochen! Außer, man besitzt acht Arme.

Hilfreich hat sich erwiesen, dem Babynator Plasteschüsseln, Löffel und ähnliches auf den Boden zu legen oder ihm zu gestatten, damit in einem der Geschirrschieber „zu kochen“.

Vorab: Falls es irgendjemand für vollkommen übertrieben findet, einem (fast) Anderthalbjährigen eine Spielküche hinzustellen, dem sei gesagt: Erstens kann man nie früh genug anfangen, die Kinder an den Haushalt heranzuführen. Zweitens habe ich nicht acht Arme.

Lange Rede, kurze Rike. Es muss was her! Jetzt könnte ich bei Blau-Gelb eine Pressspanküche kaufen (O-Ton Kind Nummer eins: „Pressspan ist ist sowas wie das Formfleisch unter den Holzmöbeln, richtig?“), dann wäre ich heute schon durch mit dem Thema. Allerdings will ich auch ein bisschen Spaß!

Deshalb schmachte ich mich seit Tagen durch die Spielküchensammlung von Hyggelig. Sowas hier will ich! Also, ich meine natürlich, das Krabbelkind will sowas.

Eine bebilderte Anleitung gibts auch dazu, und zwar hier.

Natürlich braucht der Nachwuchssternekoch in Windeln noch Zutaten. Dank Valentina von Raumdinge will ich das jetzt nicht mehr irgendwo in der Plastikversion kaufen, sondern basteln!

(Fürs Verständnis: In der vergangenen Adventszeit habe ich erfolgreich bewiesen, dass es durchaus Leute gibt, die nicht in der Lage sind, einen Papierstern mit simplem Muster auszuschneiden. Im schlechtesten aller Fälle leiden dieselben Menschen außerdem an überproportionaler Selbstüberschätzung ihrer Kompetenzen in Basteldingen und Handwerksprojekten.)

Sowas hier zum Beispiel:

Quelle: www.raumdinge.de

filz_sushi_k_02 Käseschachteln_k tortenbaeckerei01Quelle: http://www.raumdinge.de

Nun wisst ihr bescheid über meine nächsten Projekte und ich werde das Ergebnis mit euch teilen. Ich denke, wir alle werden viel zu lachen haben! Also, ihr. Beim Bildervergleich zumindest.

8 Kommentare zu “Eine Küche muss her!

    • Bei mir?! Ich lach mich schlapp 😀 Nur soviel: Ich habe für mein Nichtenkind mal ein Puppenhaus geschreinert, was hässlicher ist als alles, was es käuflich zu erwerben gibt! Und aus (möglicherweise) diesem Grund meines Wissens nach auch nicht bespielt wird. Aber ich war bemüht!

  1. Wir haben die Pressspanküche zum 2ten Geburtstag spendiert. Aus demselben Grund…und es gibt die schönsten Bilder von unseren Kindern mit Töpfen und Pfannenwendern. Wusstest Du, dass Kinder mit einem Pfannenwender Stocke-Hochstühle demontieren können? Oder dass sich diese kleinen Töpfe hervorragend eignen, kleine Nudel-Stücke bis in den letzten Winkel eines Heimes zu verteilen? Und diese vielen vielen kleinen und etwas größeren Sachen, diese Kuchen und Kuschelgemüse…wo die überall rein passen…und wieviele meiner Küchensachen in so eine Kinderküche passen…

    Gut, die selbstgehäkelten Topflappen ribbeln sich schnell wieder auf, dauern aber ja auch in der Fertigung nicht lange, ne? Die alten Metall-Dosen sollten ohnehin nie heil bleiben. Das nennt sich Vintage.

    Was ich sagen will: ich bin froh, dass ich meine Liebe in die Planung und nicht in die Umsetzung investiert habe. 😉

    Also, diese Erinnerungsbilder sind wirklich wunderschön…und als er Schneeflocken-Risotto gekocht hat…achja…und die vielen Beulen beim kleinen Bruder heilen ja wieder.

    Liefs,
    Minusch

    • Allerliebste Minusch, erspare mir soviel Realität! Außerdem bist Du mir doch nicht auf den Leim gegangen, oder? Glaubst Du ernsthaft, ich ließe die Kinder damit spielen? Das ist nur für mich. Und vielleicht darf der Christian vom Familienbetrieb auch mal zum Spielen vorbeikommen.

      • Nene, ich unterstütze das…und empfehle zusammenhängende, fest verlötete und verknotete Einzelteile! Für den Spielspaß ohne Reue!

        …Realität ist nur was für Leute ohne Kinder…;-)

  2. Ich möchte auch so eine Hyggelig-Küche haben. Könnte mir die sehr gut in unserem Büro vorstellen. Dann wär ich bestimmt voll beliebt, weil alle mit meiner tollen Küche spielen möchte. Oder ich werde in die Geschlossene eingewiesen.

    • Ha! Du bringst die Küche an einem Montag mit ins Büro und erklärst, Du hättest am Wochenende ein Kreativitätsseminar besucht und in Übersee sei das der letzte Schrei. Alle müssten sich jetzt zu Dir um die Küche setzen und dann werden die Ideen nur so sprudeln. Einen kernigen Namen für die Methode müsstest Du noch erfinden. Englisch selbstverständlich.
      Und bitte, schick ein Foto!

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