Warum es toll ist, einen Buggy zu schieben

Zum Beispiel: Ich kann endlich wieder Enten füttern gehen! Wobei „Enten“ als Überbegriff für sämtliches urbanes, vollgefressenes, charakterlich verzogenes Federvieh herhält, was sich so am Elbestrand der Großstadt dümpelnd aufhält.

Denn welche gesellschaftlichen Randgruppen trifft man beim Füttern an? Mütter mit Buggies und ältere Damen mit Fönwelle, Gesundheitsschuhen und beigefarbener Einheitstracht. Genau deshalb bin ich froh, endlich wieder einen Buggy schieben zu können. Jetzt kann ich wieder mitmachen!

Ich liiiebe das! Ich könnte stundenlang am dreckigen Ufer auf und ab gehen, das träge und auf gar keinen Fall artgerecht ernährte Federvieh beobachten, welches sich mehr walzend als gehend auf der Suche nach dem prallsten aller Brotbeutel zwischen den anwesenden Fütterern bewegt. Ich rede auch manchmal mit denen, aber nur ganz leise (glaube ich zumindest):

„Guck mal, wie du aussiehst! Bewirb dich bei The biggest loser! Und du? Schau nicht so unschuldig! Meinst du, ich hätte nicht gesehen, dass du der Ente dort drüben vorhin grundlos in den Sterzel gehackt hast?! Ja, du! Hier, zur Strafe kriegst du das Vollkornbrot. Sollst schon sehen, was du davon hast! Daran verdaust du noch heute Abend. Ab, geh dich schämen! Naak naak naak, kommt zur Mami… naak naak naak…“.

Wie? Das Kind füttern lassen? Neiiin! Ich hab doch so viel Spaß damit! Außerdem schmeißt das Kind ja eh immer alles daneben!

Also gut, ihr habt mich erwischt: in Wahrheit bin ich eine freundliche ältere Dame mit beiger Einheitstracht, Gesundheitsschuhen und Fönwelle…

ente

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